Home
Aktuell
Bilder
Wir über uns
Veranstaltungen
Das Orchester
Rauchschwalben
Die Jugend
Anschrift
Links

Vereinschronik


Die Gründerjahre

Bereits um das Jahr 1900, lange vor der eigentlichen Vereinsgründung, wurde in Reichenbach unter der Leitung von Alois Ochs die Volksmusik gepflegt. Diese vielversprechende Arbeit machte der Erste Weltkrieg zunichte. Bald nach Kriegsende ging man jedoch daran, die musikalischen Fäden wieder aufzunehmen und es gab wieder erste Tanzveranstaltungen und kleinere Konzerte

Die fruchtbare Arbeit gab schließlich Veranlassung, einen ordentlichen Verein zu gründen. So versammelten sich am 12. Mai 1923 im Gasthaus „Zur Krone“ 39 Männer, um den Musikverein "Lyra" Reichenbach offiziell aus der Taufe zu heben. Zum 1. Vorstand wurde an diesem für den Verein historischen Datum Leopold Liebler gewählt. Zweiter Vorstand wurde Wendelin Mai, Schriftführer Karl Becker und Kassier Hermann Kronenwett.

Kaum gegründet stellte die Geldentwertung den jungen Verein und seine Verwaltung vor ein schier unlösbares Problem. Nach zähem Ringen wurde im Oktober 1929 ein Monatsbeitrag von 10 Milliarden Mark festgelegt!
Nach der Währungsreform holte der Verein durch zahlreiche Aktivitäten wie Gartenfeste, Weihnachtsfeiern mit Theater und Verlosungen Geld in seine Kasse, um erste Instrumente anzuschaffen.

Während die Kapelle unter ihrem Dirigenten Baureithel beachtliche Fortschritte machte und mehrere 1a-Preise errang, ging es dem Verein wirtschaftlich bedingt durch die hohe Arbeitslosenzahl auch in den folgenden Jahren nicht gerade glänzend, so dass die Musiker eine zeitlang ihre Proben selbst bezahlen mussten.


Die 30er und 40er Jahre

Am 4. April 1936 verstarb Gründungsvorstand Leopold Liebler. Er hatte es in 13-jähriger Tätigkeit verstanden, dem Verein ein hohes Ansehen zu erwerben.
Bei der Generalversammlung am 17. Januar 1937 wurde einstimmig Jakob Kraft zum ersten Vorsitzenden gewählt. Schon damals erkannte man die Bedeutung der Jugendarbeit und begann, junge Menschen für die Musik zu begeistern, um dadurch den Nachwuchs für die Vereinskapelle sicherzustellen. So gelang es in Zusammenarbeit mit Vizedirigent Rudolf Anderer, in kurzer Zeit eine Jugendabteilung aufzubauen. Im Jahr 1938 konnte der Verein auf sein 15-jähriges Bestehen zurückblicken. Er war inzwischen auf die stattliche Zahl von 190 Mitgliedern angewachsen. So kam man "zu dem Entschluss, ein größeres Gartenfest abzuhalten und eine Fahne zu bestellen.


Wieder begannen schwere Zeiten, und harte Aufbauarbeit wurde durch einen Krieg zerstört. Viele aktive Musiker mussten im Zweiten Weltkrieg an die Front, so dass das Vereinsgeschehen fast völlig zum Erliegen kam. So war nach dem Krieg enorme Aufbauarbeit zu leisten.

Und es ging wieder aufwärts. Bereits 1948 zählte der Verein 236 Mitglieder, was "seit Bestehen des Vereins der höchste" Mitgliederstand war. Die Vereinskapelle zählte 26 aktive Musiker und hatte somit wieder Vorkriegsstärke erreicht. Im gleichen Jahr konnte der Verein auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.

Ebenfalls 1948 übernahm Musikmeister Albert Beau die Leitung der Kapelle. Seinem Können sowie seinem unermüdlichen Einsatz war es zu verdanken, dass die Kapelle einen raschen Aufschwung erfuhr und bald im Albtal zu einer beliebten und allseits geachteten Blasmusikkapelle wurde.


Die 50er und 60er Jahre

Im Juni 1952 fand, verbunden mit dem 30-jährigen Bestehen des Vereins, das erste Bezirksmusikfest der Gruppe Albtal nach dem Krieg in Reichenbach statt.

1962 konnte Jakob Kraft auf 25 Jahre Tätigkeit als erster Vorstand zurückblicken. Ebenfalls seit 25 Jahren bekleidete Karl Müller das Amt des Musikvorstandes.
Durch den Tod von Dirigent Albert Beau am 18. März 1962 erfuhr der Verein einen schweren Verlust. In seiner 14-jährigen Tätigkeit hatte er die Kapelle auf ein Niveau geführt, durch das dem Verein allseits Achtung entgegengebracht wurde. Noch im gleichen Jahr wurde sein engster Freund, Verbandsdirigent Bernhard Streitel, als Nachfolger verpflichtet.

Ein besonderes Ereignis war, als am 13. April 1963 die Vereinskapelle im Rahmen der Heimatsendung des Süddeutschen Rundfunks "Mit Volksmusik ins Land hinaus", kommentiert durch Albert Hofele, zum ersten Mal im Rundfunk zu hören war und, wie das Protokollbuch berichtet, "einen sehr guten Eindruck hinterließ".

Im gleichen Jahr feierte der Verein vom 29. Juni bis 1. Juli sein 40-jähriges Bestehen, wiederum verbunden mit dem Bezirksmusikfest. Hierbei konnten noch zwölf Gründungsmitglieder geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Nach 27-jähriger Tätigkeit als Musikvorstand schied im Jahr 1964 Karl Müller aus. Für seine überaus großen Verdienste wurde er zum Ehrenmusikvorstand ernannt. Sein Amt führte Ewald Müller weiter.

1965 schied nach 28 Jahren als erster Vorstand des Vereins Jakob Kraft aus und wurde von der Generalversammlung für diese seltene Leistung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde Berthold Waible gewählt.


Die 70er Jahre

In diesen Jahren gab es gleich mehrere Dirigentenwechsel. So übergab 1969 Bernhard Streitel den Taktstock an Heinz Wünsch, der sein Amt 1972 an Hugo Braun weiter gab. Unter dessen Leitung erklangen bald neue Töne durch die Gründung einer Big Band im Jahre 1975, die sich bald großer Beliebtheit erfreute. Er übergab 1978 seinen Taktstock an Walter Jaekel.

Einen Vorstandswechsel gab es 1971. Nachdem Berthold Waible aus zeitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde mit Werner Liebler ein Mann zum Vorstand gewählt, der schon seit 1948 das Amt des Schriftführers bekleidet hatte, bis er 1966 zum 2. Vorstand gewählt wurde.

1972 wurde die Vereinskapelle zum ersten Mal neu eingekleidet und zeigt sich von da an bei öffentlichen Auftritten im einheitlichen Outfit.

Schon immer galt der Jugendarbeit ein großes Interesse. So gelang es Musiklehrer Mathias Taller sen. in Zusammenarbeit mit dem damaligen Musikvorstand Mathias Taller jr. in relativ kurzer Zeit junge Menschen auszubilden und der Kapelle zuzuführen. Er leitete bis zum Jahre 1976 „seine Jugendkapelle“, dann führte Hugo Braun die Jugendausbildung fort. Im Jahre 1977 war die „Lyra“ aus Reichenbach mit 61 Musikern und mehreren Jugendlichen in Ausbildung eine "Kapelle ohne Nachwuchssorgen".

Seit den Gründerjahren hatte man auch dem geselligen Beisammensein in vergnügter Runde einen festen Platz im Vereinsleben eingeräumt. Neben der Musik wurde in Kameradschaftsabenden, bei Theateraufführungen, bei Ausflügen oder Fastnachtsunterhaltungen auch die Kameradschaft gepflegt. So hatte sich, was als einfache Fastnachtsunterhaltung begonnen hatte, mittlerweile zu Prunksitzungen mit Büttenreden und einem Elferrat, der 1969 erstmals im Kurhaus präsentiert wurde, gemausert. Eine weitere Bereicherung des fastnachtlichen Treibens waren die "Tanzmäuse", die unter der Leitung von Gisela Auer bei der Faschingsveranstaltung 1978 Premiere hatten. Weitere Tanzgruppen formierten sich in den folgenden Jahren und bilden seither eine Bereicherung bei vielen Veranstaltungen wie z.B. die Jugendgarde, die Kindergarde, das Männerballett, das seit vielen Jahren eine eingeschworene Gemeinschaft ist.

Freundschaftliche Bande, die auch zu privaten Freundschaften führten, knüpfte der Verein bei einem Ausflug im Jahre 1979 mit der Feldmusikkapelle Rothenburg in der Schweiz. Auch in den folgenden Jahren blieb diese freundschaftliche Verbundenheit erhalten. So gestalteten die Rothenburger im Rahmen des 60-jährigen Gründungsfestes des Vereins im Jahre 1983 und beim Musikfest im Jahre 1989 einen Schweizer Abend mit viel Folklore. Gegenbesuche der Vereinskapelle in Rothenburg fanden dann anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Feldmusik im Jahre 1983 und zum Oktoberfest im Jahre 1988 statt. Vereinsausflüge nach Rothenburg gab es schließlich im Oktober 1997, als die Vereinskapelle das Festbankett anlässlich der Uniformweihe der Feldmusik musikalisch umrahmte und im Juni 2008, als das Orchester eingeladen war, um beim Festbankett zum 125-jährigen Bestehen der Feldmusik Rothenburg seine musikalische Aufwartung zu machen und an einer Marschmusikparade teilzunehmen. Alle Beteiligten waren sich danach einig, dass diese Partnerschaft weiter gepflegt werden wird.


Die 80er Jahre

Im Jahre 1980 wurde eine neue Jugendkapelle gegründet, die unter ihrem Dirigenten Werner Taller als Höhepunkt ihrer Arbeit 1984 einen 3. Preis beim Baden-Württembergischen Landesentscheid der Bläserjugend in Biberach erreichte.

Anlässlich des 60-jährigen Gründungsfests im Jahre 1983 wurde die Vereinskapelle wieder einmal neu eingekleidet.

Dass es im Verein schon immer bestens funktioniert, zeigt auch die langjährige Tätigkeit seiner Verwaltungsmitglieder. Im Jahre 1987 schied nach 12-jähriger Tätigkeit als zweiter Vorstand Peter Backes aus diesem Amt aus. Seine Nachfolge trat Günter Geisert an, der inzwischen das Amt des ersten Vorsitzenden versieht. Auf verdienstvolle Jahre konnte auch Werner Liebler zurückblicken, als er im Jahre 1988 nach 17-jähriger Tätigkeit als erster Vorstand sein Amt in die Hände des bisherigen Musikervorstandes Wilhelm Weckenmann legte. Zum neuen Musikervorstand wurde Wolfgang Ochs gewählt, der sein Amt heute noch innehat.

Ein besonderes Anliegen des neugewählten Vorstandes Wilhelm Weckenmann galt der Jugendausbildung. So freute es ihn sicher besonders, dass eine neugegründete Jugendkapelle unter ihrem Dirigenten Werner Taller den Auftakt zum Konzert zur Weihnachtszeit 1988 gestaltete.
Dass dieses Jugendorchester in den folgenden Jahren nicht nur zahlenmäßig, sondern auch leistungsmäßig in stetem Aufwärtstrend stand, bewies es bei zahlreichen Auftritten. Als ein Höhepunkt gilt dabei sicher das Gemeinschaftskonzert mit der Bläserjugend Hochdorf im Jahre 1991. Dies ist ganz sicher ein Verdienst der Dirigenten Werner Taller und Thorsten Reinau, der die Jugendkapelle im Frühjahr 1989 übernahm und zu einem hohen Leistungsstand führte.

Die 90er Jahre

Im Jahre 1992 machte auch die Jugend wieder von sich reden: beim Wertungsspielen kam sie auf einen ersten Rang in der Mittelstufe. Außerdem konnte im Rahmen des Bezirksmusikfestes gleich 16 Jungmusikern das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze überreicht werden.

Im gleichen Jahr gab es auch wieder einen Dirigentenwechsel. Nach 14-jähriger Tätigkeit übergab Dirigent Walter Jaekel seinen Taktstock an Werner Taller. Ebenfalls verabschiedet wurde nach vierjähriger Tätigkeit der Jugenddirigent Thorsten Reinau, der die Jugendkapelle auf ein hohes Niveau gebracht hatte. Mit ihrem neuen Dirigenten Werner Taller musste sich die Vereinskapelle dann mit einigen Neuerungen anfreunden. So fand erstmals in der Vereinsgeschichte im April 1993 ein Intensiv-Probenwochenende in der Staatlichen Akademie für Lehrerbildung in Calw statt, das bis heute eine feste Einrichtung wurde; allerdings findet es heute im Proberaum statt.

1993 bestanden sieben Jungmusiker auf einem Lehrgang in Kürnbach die Prüfung für das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Silber.
Ebenfalls 1993 wurde auf Initiative von Günter Geisert eine Blockflötengruppe ins Leben gerufen, die seither eine dauerhafte Einrichtung ist mit dem Ziel, diese Kinder zu animieren, später ein anderes Instrument zu erlernen.

1994 wurde die Vereinskapelle neu eingekleidet. Auch die Jugendkapelle bekam mit grünen Westen und weißen T-Shirts ein einheitliches Äußeres. Stolz präsentierten sich beide Kapellen beim Konzert zur Weihnachtszeit im neuen Outfit.

1995 gab es wieder einen Neubeginn. Die Mitglieder der Jugendkapelle, seit 1993 unter der Leitung von Angela Gossmann, wurden beim Musikfest offiziell in das Vereinsorchester integriert. Aber bereits im September formierte sich eine neue Jugendkapelle, für die Marco König als Dirigent gewonnen werden konnte.

Im Jahre 1996 wurde die Verwaltungsarbeit umstrukturiert und ein Orchesterbeirat gebildet. Dieser Orchesterbeirat, dem auch der Musikervorstand und der Jugendleiter angehören, steht unter der Leitung des 2. Vorstands als Orchestervorstand und soll die musikalischen Belange des Vereins koordinieren.

1994 begann dann ein Traum Gestalt anzunehmen: Der Musikverein sollte einen eigenen Proberaum erhalten. Nachdem mit der Gemeinde ein Vertrag über Ausbau und Nutzung der ehemaligen kleinen Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule, dem bisherigen Proberaum, geschlossen worden war, konnte im April 1995 mit der Planung begonnen werden. Im Oktober 1995 begann mit den Entkernungsarbeiten die eigentliche Bauphase, bei der von 57 freiwilligen Helfern 4.200 Arbeitsstunden abgeleistet wurden. Großzügig durch die „Bausteinaktion“ der Mitglieder unterstützt, durch Eigenleistung der Mitglieder und durch unentgeltlich geleistete Arbeiten Waldbronner Betriebe war es möglich, den Ausbau ohne Fremdfinanzierung fertig zu stellen. Am 23. Oktober 1997 wurde der Proberaum in einer Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Im Jahr 1998 feierte der Verein sein 75-jähriges Bestehen mit einem Bezirksmusikfest. Auftakt der Jubiläumsveranstaltungen war ein Kirchenkonzert, dessen Reinerlös der neuen Orgel zugeflossen ist. Wegen des großen Anklangs wird das seither im 5-Jahresrhythmus fortgeführt.

Einen Dirigentenwechsel gab es im Jahr 1999, da Werner Taller aus beruflichen Gründen einen Wohnortswechsel vornehmen musste. Nach einem Probedirigieren entschied sich die Kapelle für Gernot Franz, der im Jahr 2001 auch die Leitung der Jugendkapelle übernahm.

Das neue Jahrtausend ( 2000 – 2010 )

Passend zum Neubeginn eines Jahrtausends gab es auch einen Neubeginn in der Vorstandschaft: Wilhelm Weckenmann, der die Geschicke des Vereins 12 Jahre lang mit großer Umsicht und großem Einsatz geleitet hatte, legte sein Amt die Hände des 2. Vorstands Günter Geisert. Zum neuen 2. Vorstand wurde Eduard Thimm gewählt. Wilhelm Weckenmann wurde für 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit von Bürgermeister Altenbach die Landesehrennadel überreicht.

Die lange Tradition der Reichenbacher Kirwe fand im Jahr 2001 ihr Ende. Diese schon einmal in Vergessenheit geratene Tradition hatte der Verein in den 80er Jahren zusammen mit der Albert-Schweitzer-Schule wieder aufleben lassen und feierte das ehemals 3-tägige Fest am ersten Oktobersonntag in der Festhalle. Dort wurde zuerst die „Kirwegesellschaft“ gemustert, dann fand ein Rennen der Schülerschimmel statt, bis schließlich am Abend der große Kirweschimmel unter großem Wehklagen verbrannt wurde. Wie überall wurden aber auch hier die Belastungen für die Vereinsmitglieder das Jahr über immer, so dass man beschloss das Fest zu streichen.

Bald darauf machte der Verein mit einem neuen „Event“ von sich reden. Vor Silvester im Jahr 2003 erschuf man die „Après-Ski-Party“ auf dem Monmouth Platz, die sich bis heute immer größerer Beliebtheit erfreut. Hier finden sich nicht nur aus Waldbronn sondern von überall her viele Gäste ein, um nach den Weihnachtsmärkten Abschied zu nehmen von Glühwein und Bratwurst.

Auch die Jugendkapelle geht neue Wege, um auf sich aufmerksam zu machen. Neben der bereits üblichen Schnupperprobe für interessierte Kinder gab es im Jahr 2001 erstmals einen Vorspielabend für die Jungmusiker, bei dem Verwandte und Freunde eingeladen waren. Heute findet diese Veranstaltung in Form einer Matinee statt.
Im Rahmen von Kooperationsveranstaltungen präsentiert sich die Jugendkapelle nicht nur seit Jahren bei den Schulfesten der Albert-Schweitzer-Schule, sondern seit einigen Jahren werden auch im Unterricht Instrumente vorgestellt und können danach auch ausprobiert werden.
Immer noch gilt der Jugendausbildung das besondere Augenmerk des Vereins. Die hohen Investitionen in die Jugendausbildung tragen aber auch Früchte. So konnte nahezu jedes Jahr eine stattliche Anzahl Jungmusiker ins Hauptorchester übernommen werden. Viele Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze und Silber wurden erworben, einige auch in Gold.

Eine weitere Neuerung gibt es seit 2005 in Form einer Vorgruppe, in der Kinder in Ausbildung an das Spielen im Ensemble herangeführt werden sollen.

Ganz neu in der Vereinsgeschichte war der Fernsehauftritt im Februar 2006, als die Vereinskapelle im Finale der Sendung „Musikparadies“ auftrat.

Neue Wege geht der Verein auch seit 2007 mit Programm beim Musikfest. Man wollte etwas für die Jugend tun und zauberte deshalb freitagabends bei einer „Beachparty“ einen Sandstrand in die Festhalle und sorgte so für Urlaubslaune. Dass das Konzept gut ist, zeigt die jährlich steigende Besucherzahl.

Im Jahr 2008 wurde die Vereinskapelle wieder einmal neu eingekleidet. Mit neuen Jacken und dazu passenden Westen für die Unterhaltungsmusik präsentierte sich die Kapelle erstmals beim Weihnachtskonzert 2008 der Waldbronner Bevölkerung. Dabei gab die Kapelle wie immer nicht nur äußerlich sondern auch musikalisch ein gutes Bild ab.

Das 2. Jahrzehnt (2010 – heute )

Etwas Neues im musikalischen Bereich gab es im Jahr 2010. So verabschiedeten sich hier die Musikerinnen und Musiker erstmals mit einem Open-Air-Konzert im Kurpark von ihren Zuhörern vor der Sommerpause. Auch diese Veranstaltung erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit. Leider ist dieses Konzert natürlich wetterabhängig.

Erstmals gemeinsam in einem Konzert traten im April 2011 der Musikverein und der Gesangverein Concordia auf. Dies war das Werk von „Franz und Franz“, gemeint der Dirigent der Lyra und der Ehrenvorsitzende Becker des Gesangvereins, die die Idee zu einem gemeinsamen Konzert hatten. Dieses Konzert an 2 Abenden im vollbesetzten Kurhaus war ein voller Erfolg, wie der jubelnde Beifall bewies.

Im Jahr 2012 gab es auch wieder Neuerungen in der Verwaltung. So wurde zunächst mit Michael Kiefer ein neuer, kompetenter Jugendleiter gewählt, nachdem Martin Schwab das Amt aus zeitlichen Gründen niederlegte.

Dann verabschiedete sich beim Konzert zur Weihnachtszeit Gernot Franz nach 11 sehr erfolgreichen Jahren, in denen er die Jugendkapelle zu sehr hohem Niveau geführt hatte, von den Nachwuchsmusikern und übergab den Dirigentenstab an Fabian Müller, einen Musiker aus den eigenen Reihen. 

Mit ihm gab es auch in der Jugend einige Neuerungen und Highlights mit der Jugendkapelle. So organisierte er im April 2014 zusammen mit der „Concordia“ Jugend ein gemeinsames Kirchenkonzert anlässlich des 175. Jubiläums der kath. Kirche St. Wendelin unter dem Motto „Concordia meets Lyra“, das die Zuhörer begeisterte.

Ein weiteres „Highlight“ unter seiner Stabführung war das Kooperationsprojekt „Karneval der Tiere“ der Jugendkapelle mit den 3. Klassen der Albert-Schweitzer-Schule. Die musikalische Suite wurde erstmals beim Musikfest im Juni 2016 aufgeführt und dann nochmals beim 50 jähr. Jubiläum der Albert-Schweitzer-Schule. Beide Aufführungen waren ein toller Erfolg für die Jugendkapelle.

Dass die Jugendkapelle großartigen Leistungen vollbringen kann, zeigte sie auch beim Wertungsspielen 2014, wo sie für ihre Leistung von der Jury ein „sehr gut“ bekamen.

Neu ist auch die Zusammenarbeit mit benachbarten Jugendkapellen. So finden seit mehreren Jahren Gemeinschaftskonzerte der Jugendkapellen aus den benachbarten Orten statt, die die jungen Musiker und Musikerinnen einander näher bringen.

Auch die Lyra Fastnachter trugen den Veränderungen Rechnung. Aufgrund der permanent sinkenden Besucherzahlen bei den Prunksitzungen beschlossen Verwaltung und die aktiven Fastnachter ab der Kampagne 2013 nur noch eine Prunksitzung durchzuführen. Der voll besetzte Kurhaussaal und die tolle Stimmung bei einem rundum gelungenen Programm zeigten, dass die Entscheidung richtig war.

2013 war auch in der Vereinsgeschichte ein ereignisreiches Jahr. So feierte der Verein in diesem Jahr sein 90 jähriges Jubiläum. Dies wurde gebührend gefeiert mit einem umfangreichen Festprogramm beim 3-tägigen Bezirksmusikfest, bei dem zahlreiche Musikvereine ihre musikalische Visitenkarte abgaben und einem Festumzug mit vielen örtlichen Vereinen und Institutionen am Sonntag.

„Blasmusik grenzenlos“ bot im Mai 2015 das Musikfest Baden-Württemberg, das es nur alle 5 Jahre gibt und im 300sten Jubiläumsjahr in Karlsruhe stattfand. Mehr als 200 Musikvereine gaben dort bei Konzerten oder beim Festumzug ihre musikalischen Glückwünsche ab, so auch wir mit einem Konzert vor der eindrucksvollen Kulisse des Karlsruher Schlosses.

Einen Einschnitt beim Vereinsorchester gab es beim Weihnachtskonzert 2017 als sich Gernot Franz nach 18 sehr erfolgreichen Jahren verabschiedete. Er hatte das Vereinsorchester zu einem weithin anerkannten Orchester geführt, was den außerordentlich großen Besuch bei den Konzerten zeigte. Für seine Verdienste wurde er zum Ehrendirigent ernannt. Den Dirigentenstab übergab er am Ende des Konzerts an seinen Nachfolger Fabian Müller, einen Musiker aus den eigenen Reihen und Dirigent der Jugendkapelle, für den sich Musiker und Verwaltung einstimmig entschieden hatten.

Einen weiteren Einschnitt gab es in der Musikerversammlung 2018, als Wolfgang Ochs nach 30 Jahren äußerst gewissenhafter Arbeit nicht mehr als Musikervorstand kandidierte. Er wurde in Würdigung seiner Verdienste in der Generalversammlung zum Ehrenmusikervorstand ernannt. Zu seinem Nachfolger im Amt wurde der langjährige 2. Musikervorstand Jens Thimm einstimmig gewählt.

So kann der Musikverein Lyra Reichenbach heute nicht nur auf mehr als 90 Jahre fruchtbares Wirken zurückblicken, sondern es kann ihm mit nur sechs Vorständen und weiteren langjährigen Verwaltungsmitgliedern auch eine große Kontinuität bescheinigt werden. Vorstandschaft und Verwaltung sind ein gut eingespieltes Team mit überwiegend jahrelanger Erfahrung in ihren Ämtern. Dabei ist besonders erfreulich, dass auch immer mehr junge Musikerinnen und Musiker bereit sind, in der Verwaltungsarbeit Verantwortung zu übernehmen. So muss man sich auch in diesem Bereich keine Sorgen um die Zukunft machen zumal sich auch in den Reihen der fördernden Mitglieder immer wieder einsatzfreudige Helfer finden, die auch die Durchführung größerer Veranstaltungen gewährleisten.
Dirigent Fabian Müller wird auch in Zukunft musikalisch alte Traditionen bewahren und aktuelle Entwicklungen berücksichtigen. Auch die die Jugendausbildung als Jugenddirigent liegt bei ihm in den besten Händen.

Die Jugendleitung mit Michael Kiefer, Jochen Mareth, Manuel Dreher sowie Jugenddirigent Fabian Müller entwickeln immer neue Ideen zur Weiterentwicklung und Kooperation wie die Bildung einer Bläserklasse an der Realschule Karlsbad. Diese Projekte haben die Jugendkapelle inzwischen zu einer Gemeinschaft mit „Wir-Gefühl“ zusammengeschweißt, so dass wir auch hier der Zukunft positiv entgegensehen können.

Der großzügige Vereins- und Proberaum mit geselligem Beisammensein nach der Probe trägt ebenso wie regelmäßige, toll organisierte Vereinsausflüge, Musikerausflüge und Verwaltungsausflüge viel zum Zusammenhalt der Musikerfamilie bei.

So hat der Musikverein „Lyra“ Reichenbach mit beinahe kontinuierlich mehr als 70 aktiven Musikerinnen und Musikern im Durchschnittsalter von 36 Jahren und rund 700 Mitgliedern alle Voraussetzungen geschaffen, um zuversichtlich in die Zukunft blicken zu können.

 




zurück


Hier gehts zu weiteren Bildern vom Musikverein



Kurioses aus dem Schriftführerbuch/
Bilder

Reichenbach, den 12. Mai 1923
Am 12. Mai 1923 wurde im Gasthaus zur Krone die Gründung des Musikvereins vorgenommen. Als erster hielt Otto Korner eine Ansprache an die Versammelten über Gründung und Zweck des Vereins. Es wurde dann die Gründung vorgenommen, bei welcher sogleich 39 Mitglieder beitraten.

Harte Zeiten für durstige Seelen:

2. Beitragsregelung. Der Monatsbeitrag wurde von der Versammlung einem Glas Bier gleichgestellt. Wurde aber von der Verwaltung einige Tage später wieder hinfällig gemacht, da der Beitrag zu hoch war.

Erstes Inventar:

…Ferner noch Verschiedenes und zwar wurde von Alois Ochs für F Bass 20 M bezahlt und somit der Bass dem Verein gehört Ankauf einer Trompete u. zwar für 30 M Ankauf eines Notenschrankes unter gelegenheitlicher Abzahlung...

 

 


Die Vereinskapelle im Jahre 1934


1938 wurde eine Fahne angefertigt.

 

 


Die Vereinskapelle im Jahre 1952

 


Ein voller Erfolg
:

Am 16. Mai 1954 machte der Verein einen größeren Ausflug. Den Mitgliedern konnte infolge des gut gelungenen 30-jährigen Stiftungsfestes ein Teil der Fahrtkosten vergütet werden.

 

 


Die Vereinskapelle im Jahre 1973

 

 

Fastnacht bei der Lyra

 
"Tanzmäuse"
                     Jugendgarde


Kindergarde                       Männerballett

 


Marschmusikparade bei der Feldmusik Rothenburg im Jahr 2008

 

Geschmäcker sind verschieden!

Völlig entgeistert waren Musiker und Dirigent, als während der Marschmusikprobe beim Probenwochenende auf dem Parkplatz der Staatl. Akademie in Calw eine empörte Nachbarin auftauchte und fragte, wann der Krach endlich aufhören würde. Im Jahr zuvor hatten begeisterte Nachbarn noch auf ihrem Balkon Beifall geklatscht. Die Musik wird doch nicht so viel schlechter geklungen haben!?

 

 


Kirchenkonzert mit neuem Outfit

 


Ein eigener Proberaum entsteht

 
Albhornbläser und Fahnenschwinger aus Rothenburg beim Bezirksmusikfest 1998


Überreichung der Landesehrennadel an den scheidenden Vereinsvorsitzenden Wilhelm Weckenmann


Kirwe mit der Albert-Schweizer-Schule

 


Jugendarbeit heute so wichtig wie einst


Jugendarbeit gibt es seit 2005 auch in 
Form einer Vorgruppe.


Kooperationsveranstaltung an der Albert-Schweitzer-Schule


Fernsehauftritt beim „Musikparadies“ 2006

 


Konzert zur Weihnachtszeit 2008

 


Gemeinschaftskonzert mit demGesangverein Concordia

 


Gernot Franz übergibt den Dirigentenstab an den neuen Jugenddirigenten Fabian Müller

 


Gemeinschaftskonzert mit der  Concordia-Jugend in der Kirche

 


"Karneval der Tiere" mit der Lyra-Jugend und den 3. Klassen der ASS

 


Festumzug beim Bezirksmusikfest 2013

 


Musikfest Baden-Württemberg 2015

 


Vereinsausflug nach Dresden 2011

 


Stabwechsel nach 18 Jahren an Dirigent Fabian Müller


Wolfgang Ochs nach 30 Jahren zum Ehrenmusikervorstand ernannt

 

 

[Home] [Aktuell] [Bilder] [Wir über uns] [Veranstaltungen] [Das Orchester] [Rauchschwalben] [Die Jugend] [Anschrift] [Links]